Folkband

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Ihr wollt eine Folkband gründen?

Super! Gemeinsam macht's einfach mehr Spaß, und und man lernt eine Menge. Ich habe mich in Orchestern, Rockbands und Folkgruppen getummelt und möchte ein paar Erfahrungen weitergeben. Vieles davon ist unabhängig vom Stil der Musik.

Übersicht:

Woher nehmen?
Namensfindung

Gruppenalltag
Die ersten Auftritte
Außendarstellung

Woher nehmen?

Es gibt Gruppen, die ausschließlich durch eine Kleinanzeige zusammengefunden haben. Ich spiele mittlerweile zum dritten Mal in einer Band, die es mit Zeitungsanzeigen versucht hat. In der Minderheiten-Sparte „Folk“ kann man sich darauf oder auf Internet-Foren aber kaum verlassen. Am besten sollte man schon ein paar Leute persönlich kennen, mit denen man menschlich und musikalisch was anfangen kann. Zu der Kern-Gruppe kann man dann gezielt Verstärkung suchen.  Kontakte zu anderen MusikerInnen lassen sich bei Festivals, Workshops und Sessions knüpfen. Meine erste Folk-Band habe ich wohl nach einem ihrer Auftritte angesprochen. Genau weiß ich das nicht mehr. Der Rest ergab sich aus Beziehungen.
Es kann ein Vorteil sein, wenn die Mitglieder der gleichen Altersgruppe angehören und einen ähnlichen sozialen und musikalischen Hintergrund haben, z.B. Schüler-,  Studenten- oder Geschwistergruppen. Ein Garant für den Erfolg ist das nicht.
Außer vielleicht bei den  Chieftains oder bei Familien- Clans sind Musikgruppen auch im Folk- Bereich eher kurzlebige Gebilde. Zumindest Umbesetzungen sind an der Tagesordnung. Natürlich muss man sich wohlfühlen und mit dem Herzen dabei sein, darf aber keine Ersatzfamilie in der Gruppe sehen. Eine Trennung sollte möglich sein, ohne dass ein Scherbenhaufen übrig bleibt.

Namensfindung

Gar nicht so leicht: peppig, einprägsam und aussagekräftig soll der Gruppenname sein und möglichst auch noch zum Charakter der Musik passen. Vielleicht helfen die folgenden Beispiele.

Songtitel: Fiddlers Green
Namen von Tunes: Toss the Feathers, Boys of the Lough
Ortsbezeichnungen: Alba, Lindisfarne, Easy Club
fremdsprachige Begriffe, gern aus (keltischer) Überlieferung : Oisin, De Dannan, Tir na nOg
Aufzählung von Eigennamen: Peter, Paul & Mary; The Fureys and Davey Arthur
mehr oder minder poetische Wortverbindungen: Elster Silberflug, Horslips
Wortspiele: Fish 'n Jigs, Saitensprung, Four in a Bar 
Parodien berühmter Gruppennamen: Paddy Goes To Holyhead, Ceili Family
weitere Klassiker - the ...s :  Hothouse Flowers, Waterboys, Dubliners
eher was für Tanzkapellen - the ... Band: The Oyster Band, The Albion Band
Aufforderungen: Halz Maul Und Spiel, Rent A Crowd
frei erfundene Wörter: Chumbawamba
möglichst kurz: Horch, Can
mit Großbuchstaben: REM, JSD -Band
Ausdrücke für spezielle Menschengruppen: Gundermanns Seilschaft, Geyers schwarzer Haufen
blöder Scherz: Freibier

Tipp: schaut mal mit einer Suchmaschine nach, ob euer Wunschname nicht schon belegt ist.

Gruppenalltag

Was und wie? Auswählen und gestalten

Überlegt, was eure Stärken sind, und wählt entsprechende Stücke aus.
Seid ihr selbst und nicht Klone der Band X.
Achtet auf ein ausgewogenes Repertoire, das unterhaltsam ist, aber auch unbekanntere Stücke enthält. Soli sind OK, aber nicht zu viele.
Vor dem Selber machen würde ich empfehlen, erst mal gute Stücke nachzuspielen, bis man sich das musikalische Handwerkszeug angeeignet hat.
Arrangements sollten durchdacht, aber nicht zu kompliziert sein. Hier ist eine Menge Platz für Kreativität.
Ganz schwer: saubere Einsätze - gemeinsam anfangen und auf den Punkt aufhören.
 Nicht „reinschleichen“ in die Stücke. Sofort voll da sein.
Tempi sind ein häufiger Streitpunkt. Gemeinsam festlegen, notfalls mit dem Metronom, und dann durchhalten. Nicht unkontrolliert schneller werden. Wenn das alles klappt: gemeinsame Rhythmus- und Tempowechsel. Und dann eröffnet die Dynamik noch ein weites Feld von Möglichkeiten...
Bei der Tonlage haben die SängerInnen das letzte Wort. Aber muss es wirklich cis-moll sein? Ein bisschen Flexibilität erleichtert den Begleitinstrumenten die Arbeit u.U. erheblich, weshalb es dann auch lockerer und entspannter klingt.
Bleibt  selbstkritisch. Aber nicht bis zum Punkt der Entmutigung.
Wenn was nicht auf Anhieb klappt: geduldig überlegen, ob es an der Konzentration, dem Mangel an Übung oder an Überforderung liegt.
 Zu viele negative Kommentare ziehen die Stimmung runter. Lieber konstruktive Vorschläge machen. 

Proben

Ohne konzentrierte Arbeit läuft nichts - aber auch nicht ohne Kommunikation. Den Bericht vom letzten besuchten Konzert sollte man nicht unbedingt zwischen zwei Musikstücke schieben. Es ist sinnvoll, etwas mehr Zeit für das wöchentliche Zusammensein zu reservieren, um in Ruhe reden zu können. Die Musik-Zeit kann man gut dreiteilen:

Was Leichtes zum Aufwärmen
Erarbeiten von neuen Stücken
Wiederholen und Spaß-Stücke

Wer sollte noch mal bei diesem Stück wo einsetzen? Hätte man es nur aufgeschrieben...  In das Probenbuch kommt, wann man welches Stück gespielt hat, Absprachen über Arrangements und vielleicht auch, was bei der nächsten Probe geübt sein und auf die Tagesordnung soll. Es muss auch kein Buch sein. Ein Plakat, das hängen bleiben kann, ist noch eindrucksvoller. Die schriftlichen Aufzeichnungen machen sich außerdem gut, wenn es daran geht, das Programm für einen Auftritt zusammenzustellen. 

Ob die Entscheidung, was als nächstes gespielt wird, gemeinsam getroffen wird, oder ob man eine Person mit der Probenleitung beauftragt, muss jede Gruppe selber klären. Die Interessen und Fähigkeiten aller Mitglieder müssen so oder so in jedem Fall berücksichtigt werden. Ähnlich ist es bei der Auswahl neuer Stücke.

Gruppen-Dynamik

Klärt die Erwartungen. Wie oft könnt ihr proben und auftreten?  Hobbyspiel oder reich und berühmt werden? Schafft eine stabile Grundlage für das Selbstverständnis eurer Gruppe.
Arbeitet nach dem Konsensprinzip. Alle haben gleich viel zu sagen. Überfordert niemand. Entlasst aber auch niemand aus der Verantwortung gegenüber dem gemeinsamen Ziel.
Sorgt für glasklare finanzielle Verhältnisse bei laufenden Kosten, Einnahmen und Anschaffungen. Was passiert mit dem gemeinsamen Vermögen (z.B. Anlage), wenn sich die Gruppe auflöst?
Achtet darauf, dass Zeit- und Terminabsprachen klar sind und eingehalten werden (können).

Streit in der Gruppe hat meistens mit einem dieser Punkte zu tun.

Die ersten Auftritte...

sind je nach Größe des Bekanntenkreises schnell beschafft. Wer nicht andern, die darauf angewiesen sind, die Preise kaputt machen will, sollte zumindest für die Deckung der Fahrtkosten und Verpflegung sorgen. Parties, Familien-, Vereinsfeste - im nicht- oder halböffentlichen Raum sind für Folkgruppen am ehesten Auftritte zu haben. Auch hier gilt: genau die Bedingungen klären und u.U. auch mal Nein sagen. Stress, Ärger und zu lange Fahrerei sind auch durch eine gute Gage kaum aufzuwiegen.

Der erste Auftritt sollte relativ kurz sein und in in einem freundlichen, vertrauten Umfeld stattfinden. Habt ihr genug Platz, kann man euch sehen und hören?
Nehmt nur Stücke ins Programm, die ihr (alle!) sicher beherrscht.
Die Nervosität richtet bestimmt noch genug Unheil an.
Nett anzuschauen ist ein Banner für den Bühnenhintergrund - und wenn es einfach eine Fahne ist!
Auf die Kleidung sollte man durchaus ein paar Gedanken verschwenden. Wenn sich die einen schick machen, sollten die andern nicht gammelig auflaufen. Einheitskleidung (z.B. gleiches T-Shirt) erhöht vielleicht den Wiedererkennungswert, leistet aber u.U. Klischees Vorschub. Bei Bühnenbeleuchtung wirkt ein kontrastreiches Outfit am besten.
Wer wo auf der Bühne steht, ist nicht nur eine praktische, sondern auch eine optische Frage. Stellt euch nicht zu weit auseinander. Das sieht nicht aus.
Alles, was nicht zwingend auf die Bühne gehört, sollte aus dem Blickfeld verschwinden: Koffer, Kabelkisten etc.
Der Aufbau, sofern Tontechnik im Spiel ist, dauert meistens länger als man denkt. Könnt ihr euch gegenseitig ausreichend hören? Fehlen Plektrum, Ersatzsaiten, Batterien, Kabel, Getränke? Haltet euch möglichst an die vereinbarte Anfangszeit.
Wenn es, wie meistens, nicht ohne Verstärker geht: Der Soundcheck sollte so früh angesetzt sein, dass vor dem Konzert noch Zeit zum Umziehen oder Essen bleibt, kein Publikum da ist und evtl. Probleme noch behoben werden können.
Schlimmer als musikalische sind technische Pannen, da sie jeder bemerkt und die Atmosphäre u.U. nachhaltig gestört wird. 
Nicht zuletzt deswegen sollte man für den Sound möglichst eine Fachkraft haben.
Notenständer sehen beim Auftritt nicht unbedingt toll aus. Wenn es gar nicht ohne geht, schwarze oder zumindest einheitliche Ständer und dunkle Notenmappen nehmen und die Notenständer möglichst niedrig stellen. Vorher die Lieder-/Notenblätter in die gewünschte Reihenfolge bringen.
Playlist (euer Programm) linksbündig schreiben und lose vorne in die Mappe legen. Oder irgendwohin kleben/legen, wo sie für die Zuschauer unsichtbar ist.
Achtet bei der Zusammenstellung darauf, dass nicht zu viele Instrumentenwechsel nötig sind.
Die Zuhörer wollen angesprochen werden, am besten sogar informiert und unterhalten. 
Überlegt notfalls vorher, wer was zu welchem Stück sagt. Keine Insider - Jokes, alle sollten wissen, wovon ihr redet. 
Nehmt Blickkontakt mit dem Publikum auf! Bewegt euch! Lächelt!
Seht zu, dass die Pausen zwischen den Stücken möglichst kurz sind. Nehmt Euch aber wenn nötig die Zeit, Instrumente nachzustimmen.
Achtung: wenn der Puls rast, spielt man automatisch schneller! Lieber ein Stück zu langsam beginnen.
Einige Fehler kann man durch Planung und Konzentration vermeiden. Die anderen sollte man lächelnd übergehen und das Stück notfalls noch mal neu anfangen.  Irgendwas wird sicher schief gehen. Trotzdem kommt die Panne meistens überraschend. Fehler machen bei der Bewertung durch das Publikum weniger aus als man meint und werden häufig überhaupt nicht wahrgenommen. Bloß nicht unnötig darüber reden und so den weniger aufmerksamen Zuhörern die kleine Panne erst bewusst machen.
Änderungen im Programm müssen je nach Situation spontan ohne langes Reden möglich sein.
Die Vorstellung der Bandmitglieder sollte möglichst organisch in der Mitte des Programms stattfinden. Bei vielen Mitspielern ist es sinnvoll, sie einzeln bei den Stücken vorzustellen, wo sie musikalisch im Vordergrund stehen. 
Ein paar Dankesworte schuldet ihr den Helferinnen und Helfern, ohne die keine gute Veranstaltung läuft.  
PressevertreterInnen sind meist dankbar für Tipps und ein wenig Aufmerksamkeit. Mündliche oder schriftliche Infos (Namen der Mitglieder, seltenere Instrumente, Titel einiger Stücke, Homepage) werden gern genommen und beugen gedruckter Ahnungslosigkeit vor. 
Es gibt für mich nix Peinlicheres als eine Band, die dem eigentlich aufbruchswilligen Publikum noch möglichst viele Zugaben aufdrückt, um das eigene Ego zu stärken. Natürlich sollte man auf ein oder zwei Zugaben gefasst sein oder einfach ein Stück wiederholen, das gut angekommen ist. Es gibt aber auch Situationen, wo es völlig OK ist, ohne Zugabe aufzuhören.
Nachher, neben Abbau und dem Begrüßen von Familie, Freunden, Fans sollte auch noch Zeit sein, in der Gruppe gemeinsam ein Lieblingsgetränk zu heben. Erst recht, wenn es wirklich mal nicht so toll war.
Passt auf eure Brocken auf! Instrumente und technische Geräte sind im Durcheinander vor und nach dem Auftritt leichte Diebesbeute. Und auch ohne böse Absicht werden Kabel, Stative etc. gern vertauscht, verlegt... Kennzeichnet euer Zeug.
Für die GEMA ist zwar der Veranstalter zuständig, dies wird bei Ehrenamtlichen aber gern vergessen. Mal diskret bei der Kontaktperson nachhaken, damit niemand ein blaues Wunder erlebt. Wie gut, dass Ihr als Folkies ohnehin Traditionals bevorzugt (Liste machen). 

Fazit

Alles hat geklappt? Na, dann Prost!
Wahrscheinlich sind durch vorzeitigen, übermäßigen Alkoholgenuss mehr Auftritte ruiniert worden als durch sonst irgendwas. Aber ihr seid ja vernünftig ;-)

Ihr wart nicht zufrieden?
Ein häufiger Grund: das Publikum hat sich unterhalten, der Bierausschank im Hintergrund sorgte für eine unschöne Geräuschkulisse, kaum jemand hat richtig zugehört. Möglicherweise haben sie noch nicht mal mitgekriegt, wann euer Auftritt zu Ende war. Macht euch nichts draus: Die Leute werden trotzdem sagen, es sei nett gewesen. Auftritte in einem Partyrahmen werden gerne als selbstverständliche Dienstleistung gesehen. Nicht umsonst betrachten viele Bands es als ihre wichtigste Aufgabe, Stimmung zu machen. Das ist nichts für euch? Ihr habt meine Sympathie.
Obwohl sonst alles stimmte, ist der Funke einfach nicht übergesprungen? Das kommt eben vor und färbt leider sofort auf die Musiker ab. Bloß keine zynischen Sprüche bringen. Weiter lächeln und auf die Zukunft hoffen. In Westfalen ist es ohnehin kaum möglich, das Publikum schon in der ersten halben Stunde in Stimmung zu bringen... Je später der Abend, desto einfacher wird es.

Privat oder öffentlich?

Furchtsame Gemüter tendieren dazu, lieber auf privaten Feiern als bei öffentlichen Konzerten aufzutreten. Der Gedanke ist, dass einem die Freunde und Bekannten wohlwollender gegenüber stehen. Außerdem weiß man vorher recht genau, wie viele Leute kommen werden. Andererseits: Wer eine Veranstaltung „nur“ besucht, weil er dem Einladenden einen Gefallen tun möchte, hat an der gebotenen Musik nicht immer das größte Interesse. Außerdem besteht bei Geburtstagsfeiern etc. die Erwartung des Gastgebers, dass die MusikerInnen den Rahmen des Festes gestalten und Stimmung machen. Man begibt sich also in die Dienstleistungs - Branche. Bei selbst organisierten Konzerten ist der Erwartungsdruck nicht ganz so groß. 
Öffentliche Konzerte sind eine wunderbare Gelegenheit, Menschen kennen zu lernen, die den eigenen Musikgeschmack teilen. Ein Kompliment von Unbekannten ist mir eigentlich mehr wert als das von Leuten, denen ich unterstelle, dass sie mir ohnehin freundlich gesonnen sind. Wenn mir daran liegt, Teil der Musikszene in meiner Umgebung zu werden oder ein Folk-Netzwerk aufzubauen, komme ich nicht um öffentliche Auftritte herum.

Außendarstellung

Auch wenn es bei gelegentlichen Benefiz - Auftritten im Heimatkreis bleibt, braucht jede Gruppe vernünftiges eigenes Infomaterial. Ein Veranstalter sollte Werbung für und mit euch machen können und nicht erst über Dritte Fotos etc. besorgen müssen. Nützlich ist ein wieder erkennbares Logo, das auf Bühnenbanner, Webseite, Druckerzeugnissen oder CD gleichermaßen auftaucht.

Infoblatt:

Name bzw. Logo
Stilrichtung der Gruppe
Name der Mitglieder, Instrumente
Selbstdarstellung der Gruppe (nicht in der „wir“-Form!)
ein wenig Band - Geschichte
ggfls. frühere Auftritte, Pressezitate
Kontaktadressen
Für die Zeitung sollten gute (!) Fotos verfügbar sein.  

 Demo - CD:

mehrere Titel, die das musikalische Spektrum der Gruppe abdecken, den „Knaller“ als Nr.1 
lieber weniger Stücke, aber gute Tonqualität
CD bzw. Einleger unbedingt mit der Kontaktadresse beschriften

 Webseite:

der Inhalt des Infoblatts inkl. mail u. Telefon
 ein paar  Soundclips  
eine Terminliste
ein bisschen was Persönliches über die einzelnen Mitglieder, Werdegang, Instrumentenpark etc.
ein Aufbauplan sollte bei größeren Gruppen zumindest angefordert werden können
Gästebücher nur, wenn sich auch genutzt werden. Peinlich, wenn monatelang nix eingetragen ist.
Fotos von Auftritten nur in beschränkter Zahl und guter Qualität, am besten über Thumbnails anwählbar. Da ist sehr viel digitaler Müll unterwegs.
Impressum 

Myspace, Youtube:

Bei Myspace kann man Netzwerke  knüpfen, auf Termine hinweisen und einen Player mit eigener Musik integrieren.  Bei Youtube sollte man sich durch technische Qualität von den vielen Schrott-Videos abgrenzen. Alle Internetauftritte sollten ansprechend und aktuell sein.

Plakat:

Ich habe mir sagen lassen, man kalkuliere in der Musikbranche pro gewünschtem Besucher mit einem Plakat pro Kopf. Das mag übertrieben scheinen, zeigt aber, dass es ohne viel(!) Werbung bei öffentlichen Veranstaltungen nicht (mehr) geht. Mit Filzer gekritzelte Anschläge sollen es auch nicht sein. Also gestaltet jemand, der Spaß dran hat, für uns ein Blatt mit Namenslogo, Stilrichtung und Foto/Grafik. Im unteren Drittel sollte Platz sein für den jeweiligen Auftrittsort, Zeit und Eintrittspreis. Ich habe den Entwurf auf Din A4 ausgedruckt und zweimal auf farbiges Papier kopiert: in A4 als Aushang fürs Schwarze Brett, in A3 für die Ladentüren. Größere Plakate hängen die Geschäfte nicht auf. Wirkungsvoll sind natürlich großformatige Poster, mit denen man Aufstell- Ständer - oder den Backstage- Raum hinter der Bühne ;-) - bestücken kann. Wenn der Veranstalter selbst eine Plakatvorlage hat, in das eure Band für den Auftritt eingefügt wird: genauso gut.
Auch wenn es bei der Werbung die Masse macht: „wildes“ Plakatekleben bringt nur Ärger. 
Rund drei Wochen vor dem Konzert sollte man anfangen, verstärkt auf sich aufmerksam zu machen.

 Visitenkarte:

Wenn ihr sicher seid, dass ihr so was braucht. So oft wie man vielleicht möchte, wird man dann doch nicht auf die Band angesprochen. Die grafische Gestaltung mit dem Bandlogo sollte gleich auf den Musikstil hinweisen. 

Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg!

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