to the English
translation below
Was sind Volkstänze? Friedrich
Hoerburger versteht darunter „Tänze, die in
einer anonymen Grundschicht des Volkes durch direkte Tradition, ohne Eingriff
von Seiten eines Organisators und in funktioneller Verbindung mit dem
traditionellen Leben des Volkes gewachsen“ seien. Dies passt gut zur
von mir bevorzugten Definition
des Volksliedes, da die Überlieferung in den Mittelpunkt gestellt
wird. Für die Gesamtheit dessen, was als Volkstanz gemeinhin verstanden wird,
muss man den Begriff jedoch ausweiten. Hier kann es nur einen kleinen
Einblick in den äußerst vielfältigen Bereich des Tanzes geben.
Dass die Tanzgruppe aus einer
bestimmten Anzahl von Paaren besteht, wird in Deutschland stillschweigend
vorausgesetzt. Aber wie wir noch sehen werden, sind weder das Miteinander von Paaren
noch die Anknüpfung an Volksfeste und Trachten wesensbestimmend.
Volkstänze kann man nach Art der Schritte oder Figuren
bezeichnen: Polka, Quadrille etc.
Sinnvoller erscheint es mir, dem englischen Sprachgebrauch entsprechend
zunächst rituelle
und gesellige Tänze zu trennen. Erstere sind Kulttänze, die
ursprünglich mit einer Naturreligion in Zusammenhang stehen. Wichtig
finde ich auch, ob es um das eigene Vergnügen der Tänzer/-innen oder eine Schauvorführung vor
Publikum geht.







alle Tanzfiguren auf dieser Seite: "C: Marucho"
In Nordengland habe ich in der
Folk-Szene eine Vielzahl von Tänzen erlebt: Longsword, Rapper (Kurzschwert,
Metallstreifen
mit zwei Griffen), Clog, Morris. Es ist
faszinierend zu sehen, wie ähnliche Formen und Motive in den
unterschiedlichsten Gegenden Europas überlebt haben.
Am Beispiel Morris kann man gut sehen, was ein ritueller Tanz ist. Es handelt sich um ein
Fruchtbarkeitsritual:
An bestimmten Tagen im Jahreslauf, etwa im
Frühjahr, wurde draußen von einer Männergruppe ein bestimmter Tanz
ausgeführt, um die Naturgottheiten um eine gute Ernte zu bitten.
Schellenbänder am Unterschenkel halfen mit ihrem Klang, die „bösen
Geister“ zu vertreiben.Da die Erde selbst die weibliche Rolle verkörperte, waren Frauen ausgeschlossen. Die Morristänze waren Anfang des vorigen Jahrhunderts
fast ausgestorben, erlebten aber seit den Siebzigern ein kräftiges
Revival,vielleicht auch,weil das den Tänzern gespendete Geld in Bier umgesetzt
wird ;-). Verwandte Tänze
wurden in Mitteleuropa mit „Morisken “ bezeichnet. Auch hier waren bei den Tänzern
geschwärzte Gesichter anzutreffen, was auf einen Bezug zu den nordafrikanischen
Mauren deutet.
Die offizielle englische Vereinigung ist seit 1934 der Morris Ring. Hier gibt es Links zu Fotos der Tanzgruppen. Weniger traditionell ausgerichtet ist Open Morris, speziell was die Beteiligung von Frauen angeht. Tanz mit Kurzschwertern, kein Hip-Hop: Rapper Online.
In Deutschland setzen einige Leute, die den Naturheilverfahren oder der New
Age - Bewegung verbunden sind, den rituellen Kreistanz für verschiedene
Zwecke ein. Die gesundheitlichen Aspekte werden gepriesen: gegen
Menstruationsbeschwerden, Rückenschmerzen und manches mehr sollen die
rhythmischen Bewegungen gut sein. Da ritueller Tanz ursprünglich ein höheres spirituelles Ziel verfolgt, lädt er geradezu
ein, den mystischen Gehalt an bestimmte Inhalte zu binden. Dies können Religion, Bewusstseinserweiterung o.ä. sein.
Ich bin dafür, genau hinzugucken, ob und
welche Ideologie mit den Tänzen transportiert werden soll. Für mich
gehört das Tanzen in die örtliche Gemeinschaft und in das Licht der
Öffentlichkeit.
In England wird Morristanzen eher als geselliges Vergnügen gesehen. Die
ursprünglich durch den Tanz ausgedrückte Verbundenheit mit der Natur ist mir
durchaus sympathisch. Wenn der gemeinschaftsbildende Effekt im Sinne der
Völkerverständigung genutzt wird, umso besser.
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Herbert Oetke unterscheidet in seinem sehr detailreichen Buch „Der deutsche Volkstanz “(Berlin 1982):
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Diese Gliederung ist lose an den historischen Verlauf angelehnt. Die Begriffe überschneiden sich häufig. Der oft erwähnte „Tanz um die Linde“ war ein Kreistanz, der Jahrtausende zurückreicht. Die Form spielt auf die Sonne an. Das Umtanzen eines Mittelpunktes hatte eine magische Bedeutung. Ein anderes Element mit kultischem Bezug waren das Springen, das Wachstum verhieß, etwa im weit verbreiteten „Siebensprung“.
Die Unterbrechung des Kreises führt zur Form einer Kette. Dass Kettentänze
ebenfalls bis in die graue Vorzeit zurückreichen, belegen Höhlenzeichnungen in
Skandinavien. Sie sind nicht mit den Reihentänzen zu verwechseln, wo sich
die Tänzer/-innen gegenüber stehen.
Die Waffentänze bedienten sich häufig der Form des Kettentanzes. Neben
Schwertern waren auch Stöcke, Lanzen oder Gewehre die Requisiten. Tacitus
berichtet, dass bei den Germanen junge Männer ihre Geschicklichkeit an den
Waffen mit Schwerttänzen gezeigt hätten. Auch Scheingefechte oder Solotänze,
wo man über die scharfen Klingen sprang, waren weit verbreitet.
Wenn die städtischen Zünfte ihre Tänze aufführten, waren häufig
Requisiten dabei, die mit ihrem Beruf zu tun hatten. Die Tuchmacher zeigten
Fahnentänze, die Küfer Tänze mit Reifen oder Bögen. Da es oft weitere
Personen gab, die mit gereimten Spielszenen auftraten, kann man von
Volksschauspiel sprechen. Der Narr oder Hanswurst trieb dazu seine Späße und
übte scherzhaft verpackte Kritik.
Auch auf dem Land spielten
Tätigkeit und spezielle Bekeidung eine Rolle, etwa bei den Schäfern oder den
Fischern. Diese
Tänze waren in der Regel Männern vorbehalten. Humor in den begleitenden Versen
und Geschicklichkeit waren Trumpf. Beim sprichwörtlichen Eiertanz musste
man mit dem Fuß das verdeckte Ei auf- und wieder zudecken.
Zum Thema Männertanz fallen mir die Münchner
Schwuhplattler ein. So unverkrampft kann man mit den ganzen
männerbündischen Traditionen eben auch umgehen!
In unserer
Region (Sauerland) gibt es noch den Schweden- oder Trillertanz, den die Attendorner
Schützen in Anknüpfung an einen Sieg im Dreißigjährigen Krieg aufführen.
Zur festlichen und fröhlichen Gestaltung der Hochzeiten benutzte man gern die alten Tänze. So konnten einige noch im 20. Jahrhundert aufgezeichnet werden.
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Natürlich haben sich an bestimmten Orten feste Rituale entwickelt, was Umzüge und Tänze betraf. Aber mich verblüfft immer wieder, dass in den unterschiedlichen Ecken Europas bis heute große Ähnlichkeiten zwischen Volkstänzen- und bräuchen festzustellen sind. Was bedeuten da schon ein paar hundert Jahre oder Meilen? Dank youtube ist es leicht geworden, diese Parallelen zu ziehen. Die schottische Gruppe unten führt übrigens einen Tanz vor, der von den Shetlandinseln stammen soll, also noch ein Stück weiter nördlich. Schlussfigur bei beiden ist die 'Rose'. (Foto mit Holzschwertern weiter unten)

Nürnberger Schwerttanz um 1500
Traunsteiner Schwerttanz
Fotos Traunstein April 2009 mehr... (Dank an A. Schierl)
Schottischer Schwerttanz
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Anmutig daherschwebende Tempeltänzerinnen... so sieht wohl
unsere Vorstellung vom antiken Frauentanz aus. Es ging aber nicht immer brav und
züchtig zu. Richtig
heftig wurde es z.B., wenn vor dem Bierbrauen um den leeren Kessel getanzt bzw.
getobt wurde. Welche Rolle das Gefäß spielte, möge man S. Freud befragen.
Ernsthaftere, rituelle Tänze fanden noch vor rund 200 Jahren zur Erntezeit
statt, wenn die letzte Garbe oder eine Strohpuppe von den Schnitterinnen umtanzt
wurde. Auch die Damenwahl hat lange Tradition. Beim
Kränzeltanz wurde ein grüner Kranz an den Auserwählten vergeben. Dass Frauen
wenig im Licht der Öffentlichkeit standen, hieß nicht, dass es keine ihnen
vorbehaltenen Tänze gab.
In England bestand nur im Nordwesten eine Tradition des Frauen-Morristanzes.
Dies hinderte Frauen in den 1970er Jahren jedoch nicht daran, sich auch andernorts die
Morristänze anzueignen. Daraufhin gab es Proteste von den Hütern der Tradition
aus dem Morrisring. Natürlich
sind in der Überlieferung bestimmte Geschlechterrollen vorgesehen. Oft genug
ging aber das Wissen um die Geschichte eines Tanzes verloren und der
entsprechende Brauch überlebte trotzdem - wenn es eine Gruppe gab, die Spaß
daran hatte, ihn auszuführen. Eine lebendige Tradition ist immer in
Veränderung begriffen.
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An den Jahreskreis gebunden waren in ganz Europa bestimmte Feste, um die sich ein vielgestaltiges Brauchtum rankte: zur Winter- und Sommersonnenwende, der Aussaat, Ernte, dem 1. Mai und natürlich zur Fastnacht. Beim Traunsteiner Tanz (oben) wird szenisch der Winter ausgetrieben.
1. Mai in Helston/Cornwall
Früheste Vermummungsverbote, schon vor dem Jahr 1000, betrafen Verkleidungen zu
Fastnachtsumzügen. Wilde Tiergestalten, maskierte Männer in Lumpen setzten
offenkundig heidnische Bräuche fort, und immer wurde auch getanzt. Nicht nur in
der alemannischen Fastnacht leben sie weiter.
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In alter Zeit sangen die Tänzerinnen und Tänzer selber. Am
bekanntesten waren die vierzeiligen Verse, in Süddeutschland Schnadahüpferl
genannt, aber nicht nur dort verbreitet. In ihren Scherz- und Spottliedern
kommentierten die Dörfler alles vom Bauernleben bis zur Politik, so dass
Verbote nicht lange auf sich warten ließen. Die Kinderverse „Da oben auf dem
Berge..“ hängen offenkundig noch mit diesen alten Vierzeilern zusammen.
Die älteste Instrumentalbegleitung, Pfeifen und Trommeln, ist von den schottischen Fifes and
Drums bis zu den alpenländischen Hirtenflöten noch heute anzutreffen.
Dudelsack, Drehleier, im Süden auch das Hackbrett (Cymbal) spielten vor rund
4-500 Jahren auf. Geige, Klarinette und Bass waren vor 150 Jahren in
Norddeutschland eine gefragte
Kombination, das neu entwickelte Akkordeon eignete sich ebenfalls gut.
Maultrommel, Zither, Schalmei...,- alles vorhandene Instrumentarium wurde
eingesetzt. Notenaufzeichnungen aus alter Zeit sind rar, was auf eine
gewohnheitsmäßige mündliche Überlieferung hindeutet. Auch war man
flexibel, was das Unterlegen alter Schritte mit neueren Musikstücken anging.

Wie Oetke schreibt, wurden Paartänze erstmals um das Jahr 1000 herum
in der Literatur beschrieben. Sie sind daher, verglichen mit den Kreis- und
Kettentänzen, geradezu neumodischer Kram. Die frühen Paartänze ließen sich
nach Reihentänzen und „Schleifern“ unterscheiden. Bei letzteren handelte es
sich um ein spielerisches Werben des Tänzers um die spröde junge Dame, eine
Art getanzte Pantomime.
Der vorherrschende Schritt scheint schon lange vor dem Walzer der „schleifende“
Dreier gewesen zu sein. Auf einer gemeinsamen Grundlage der Dreher,
Landler, Steirer bildeten sich lokale und regionale Besonderheiten heraus.
Neuheiten, etwa aus dem benachbarten Ausland, wie etwa die Mazurka, wurden
gerne
aufgenommen.
Der „vertikale Ausdruck eines horizontalen Begehrens“- , wie das englische Bonmot lautet, ist der Volkstanz also nur zum Teil. Der Tanz als Anlass, Kontakte zwischen den Geschlechtern zu knüpfen, war beliebt, zeitweise aber wegen seiner Derbheit (z.B. Hochwerfen der Tänzerinnen) auch berüchtigt. Selbst wenn es sittsamer zuging, entsprach der Tanz nicht immer unserem Bild des durchorganisierten Daherschreitens. Besonders im alpenländischen Raum konnte lange Zeit jedes Paar zur Musik die gewünschten Figuren und Schritte selbst wählen. Die organisierte Form des Paartanzes wurde Reigen genannt. Daran erinnert noch der Kindertanz Ringelreihen.
Das Bestreben, die Stile und Modetänze der Oberschicht nachzuahmen, gab den Tanzmeistern Lohn und Brot. Sie haben sicher keinen leichten Job gehabt. Ich liebe die Anekdote aus Irland, wo der Tanzmeister Heu- oder Strohbündel an den Füßen befestigen ließ. Wie auch sonst hätte man links und rechts auseinander halten sollen?
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An der Kleidung zeigt sich, dass das Tanzen einerseits etwas Besonderes war,
andererseits aber einen festen Platz im normalen Leben der Beteiligten hatte.
Bei den rituellen Tänzen war es wichtig und festgelegt, was die TänzerInnen
anhatten. Die Morrisleute tragen immer noch weiß. Gefärbte Gesichter und
Accessoires wie Glöckchen mussten ebenfalls dabei sein.
Paartänze werden weltweit immer noch häufig in landestypischer Tracht
aufgeführt. Die Tracht war die beste oder zweitbeste Kleidung, die man ohnehin
im Schrank hatte. Ob es uns gefällt oder nicht - Volkstanz vermittelt nationale und regionale Identität. Wenn
Leute denken, zum Volkstanz gehörten Klamotten, die man im wirklichen Leben
niemals auf der Straße tragen würde, finde ich das schade. Am nächsten sind
vielleicht die amerikanischen Square Dancer mit ihrem Cowboylook an dem, was sie
ohnehin tragen würden.
Tanz (und auch Musik) mit historischen Kostümen wird heute gern als Stück
einer Parallelwelt inszeniert, losgelöst vom Alltag. Es gipfelt darin, dass
Fantasie-Trachten erfunden werden, die es historisch nie gegeben hat.
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Die deutsche Folkbewegung in den Siebzigern versuchte nicht nur, die
traditionellen Lieder wiederzubeleben, sondern auch die Tänze. Folkgruppen wie
Fiedel Michel (West) und Folkländers Bierfiedler (Ost) unternahmen einige
forscherische Anstrengungen, um die Tanzmelodien mit den richtigen Schritten zu
präsentieren. Im Westen blieb der durchschlagende Erfolg aus, im Osten scheint die
Tanz-Bewegung breiter und auch langlebiger zu sein. Dem Terminkalender entnehme ich, dass in Berlin,
Jena oder Leipzig
immer noch kräftig getanzt wird. Im Westen sind, von den Neu-Kelten einmal
abgesehen, wohl mehr die französischen, israelischen oder amerikanischen Tänze gefragt. Die
Volkstanzkreise oder -vereine, die vielerorts bestehen, haben weniger
Breitenwirkung und würden sich kaum der Folkszene zurechnen. Die reichhaltig vorhandene Tanzkultur unserer griechischen oder türkischen
MitbürgerInnen ist nicht wirklich in den gemeinsamen Bestand
eingegangen.
Hier in der Region gibt die Gruppe La Chanterelle
aus Bochum einen Einstieg ins Tanzvergnügen.
In Belgien scheint derzeit unter dem Stichwort boombal
die Tanzwut umzugehen.

Tanz im Regen - Folk in den Bergen, Lennestadt 1979
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To define folk dances F. Hoerburger states that they "have grown in the anonymous bottom layer of society by direct tradition without interference of an organiser and functionally connected to the traditional lifestyle of the people". This stresses the part of oral/aural tradition regardless of form or participants. To include more of what is usually known as folk dancing we have to expand the definition somewhat. On this page a mere glimpse at the varity of folk dancing is possible.
In Germany it is assumed that any dance group
consists of a fixed number of couples. But as we shall see neither the dancing
of mixed couples nor the connection to local festivals, customs and
old-fashioned clothing determine what folk dancing is.
Folk dance can be classed according to the steps or movements
used: polka, quadrille etc. In Britain there is a widely-known distinction between ritual and social dances.
I would like to add a distinction between pure self-entertainment of the dancers
and a show put
on for spectators.
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In northern England I watched numerous dances at folk festivals or on special occasions (e.g. boxing day): longsword, rapper, clog, morris. I was surprised to learn that similar dances had been spread in Germany and beyond.
Ritual dances are related to religious beliefs in natural powers e.g. Morris
dances in England. At certain times of the year f.e. in spring a group of men
performed a dance outside to ask the Gods for a good harvest. As is was a
fertility dance with earth itself playing the female part women were excluded.
Morris had nearly died out in the last century before the English folk revival
made it popular again. This was partly due to the fact that all money collected
is spent on beer ;-) Related dances could also be found on the continent. The
name refers to moorish, the north-africans who played an important part in
mediaeval history. Hence blackened faces are often found among the dancers.
The offical organisation in England is called the Morris Ring (established 1934). There are links to photos of dancers here. Less strict about the participation of women: Open Morris. For rapper sword (not rappers' words) see Rapper Online . Watch some dancing on youtube.
In Germany ritual dancing these days is used for spiritual and other purposes. Its
healing qualities are praised. The rhythmic movements involved are supposed to
be good against back ache, menstrual problems or other complaints. As ritual dancing is not only about performing certain steps but aimed at
higher spiritual things it invites connectic the mythical side to a certain
content. This can be religion, increasing awareness or else. I'd rather look very
closely at what beliefs and values are to be transported by the dances. To
me ritual dances belong to a local community and should be performed in public.
All the better if the community-forming effect is used to break barriers between
people from various cultures.
In England Morris dancing is seen as fun and social entertainment. Initially
morris dancing expressed a close relation to and respect for nature.
Video: The Lamb and Flag Rapper Sword Dancers
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In his very detailed book „German Folk Dance“ Herbert Oetke distinguishes between
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This classification is loosely based on historical stages. Often one dance fits several categories. The often mentioned dance around a lime tree was a circular dance which goes back thousands of years. The shape relates to the sun. Moving round a fixed centre had a magical meaning. Another element of ritual dancing was to perform jumps such as in the widely known "Seven Jumps". Some childrens' games, played in a circle, relate to old dances.
The breaking of the circle gives you the shape of a chain. Cave drawings
in Scandinavia are proof that chain dances also date back to the stone
age. They should not be confused with dancing in lines where two rows of dancers
face each other.
Weapon dances often took the shape of a chain dance. Apart from swords
sticks, lances or guns were employed. Tacitus reports that within the Germanic
tribes young men showed their mastery in handling weapons by performing sword
dances. Widely spread were also mock fights and solo dances where one man jumped
over and between the sharp blades. In the westphalian region the swedish-
or trill dance is still performed by the Attendorn shooters' guild. It dates
back to a victory over the Swedish in 1634.
In Schwalenberg near Detmold/NRW a group got together during the Eighties to perform sword
dances. Theses had still been alive in the region up to the middle of the 19th
century. As more persons are involved than the dancers, the audience is
addressed in rhymes or a short play is enacted one can speak of a folk
performance. When I watched it on TV I was struck by the similarity even in
detail with what I had seen in England: white clothing with coloured ribbons,
the part of the fool, the play where someone was brought back to life.
All over Europe festivals evolved round certain times and days of the year. They
all involved a wide variety of customs along with the dancing, for winter-
and summer solstice, sowing, harvest, 1st of May and shrovetide. Bans on mumming
were given out before the year 1000. Scary shapes of wild animals, masked
men in rags obviously continued heathen customs. Mummer's plays and dancing out
on Boxing Day continue this tradition as well as carnival rites in south-western
Germany/northern Switzerland.
To have a festive and merry wedding traditional dances were performed.
Thus some were still in use during the 20th century in central Europe.
In the old days the dancers accompanied themselves by their singing. Jocular
verses consisting of four lines, so-called Schnadahüpferl were especially
popular in southern Germany and often gained the attention of the censors.
The most
ancient instrumental accompaniment, fifes and drums, can still befound in
Scotland as well as in the alps and beyond. Bagpipe, hurdy-gurdy, hammered
dulcimer would have been played for dancing around 300 years ago. Fiddle,
clarinet and bass were much in favour on the continent 150 years ago, the newly
developed accordeon lent itself well to dance music. Sheet music of the
old dance tunes is relatively scarce which points towards customary oral
tradition.









all pics of dancers on this page "C: Marucho"
As
Oetke writes dances for couples were first described around the year
1000. Thus they can be classed as newfangled compared to circular and chain
dances. Some of them showed a kind of danced courtship in a kind of
pantomime.
The dominating rhythm in central Europe would have been a three-step, long
before the waltz. From common roots a lot of local and regional varieties
developed. New steps like those from neighbouring countries would gladly
beadapted e.g. ther Mazurka.
"The vertical expression of a horizontal desire" is of course also
part of folk dance history. Dancing as an opportunity to make contact with the
opposite sex was popular but often frowned upon. Even if everything was kept
decent dances would not have met our idea of folk dance. In the alpine region
for a long time every
couple could choose the steps and figures they liked to perform to the given
music.
The desire to copy upper-class dancing and learn the new fashion dances created
jobs for itinerant dancing - masters. I like the anecdote from Ireland where the
dancing - master had his pupils tie straw or hay to their feet to distinguish
left and right.
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Clothing shows that on one hand dancing was something special
but on the other hand had a fixed place in the daily life of people. For the
ritual dancing it was important and thus subject to regulation what the
performers had on. Morris men still wear white. Coloured faces und
accessories like bells are also part of the attire.
Dances for couples are frequently performed in local or national dress. It was
the best or second best set of clothes that you owned anyway. Like it or not -
folk dance conveys national or regional identity. I find it a pity if
people believe that for folk dancing you need garb which you'd never wear in the
street. American square dancers in cowboy dress are probably closest to what
they'd wear every day.
Dance (and music as well) these days is often set up as a make - believe
historical show which has nothing to do with everyday life, as a world of its
own. Even if you try to perpetuate a local custom you should neither lose touch
with the current time nor prentend authenticity when it's not there.
The German folk movement of the 1970s did not only try to revive the traditional songs but the dances as well. Groups like Fiedel Michel (west) and Folkländers Bierfiedler (east) did considerable research to present dance tunes and matching steps. In western Germany this didn't catch on. In the east of the country the dance bug seems to be alive and widely spread. In the west apart from neo - celtdom dances from France, Israel or the USA are more in demand. Folk dance groups or clubs which exist in many places would not consider themselves part of the folk scene. The rich tradition of dancing which migrants from Greece or Turkey brought with them hasn't been able to enter the mainstraim of this country's culture. There seems to be a dance craze going on in Belgium: see boombal.
Video: Zusammenfassung Boombal Genk 30.4.06
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